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Projekt Minimalismus

 

Vor ein paar Tagen fiel mir mein Bullet Journal vom Jahr 2017 in die Hände. Ich hatte ganz vergessen, dass ich darin den Prozess Minimalismus und Zero Waste genau dokumentiert habe. Zu diesem Zeitpunkt setzte ich mich zum ersten Mal bewusst mit dieser Thematik auseinander.

Heute bin ich so froh, dass ich alles so genau aufgeschrieben habe. Somit kann ich mir heute immer wieder vor Augen halten, was ich schon alles geschafft habe. Das hilft enorm, wenn man das Gefühl hat, nicht von der Stelle zu kommen.

 

Wenn ich mein Konsumverhalten und meinen Lebenstil von heute mit dem vom 2017 vergleiche, wird mir erst bewusst, wie sehr sich alles verändert hat.

Irgendwie ist es ziemlich erschreckend, wie ich damals gelebt habe. Ich war noch so gesteuert, von der ganzen Marketingindustrie.

 

Es ging mir nur darum, so viele Dinge wie möglich um so wenig Geld wie möglich zu bekommen. Habe mir ständig neue Kleidung gekauft. Bin ständig zu DM und Co. gerannt um die neuesten Produkte zu kaufen.

 

Aus heutiger Sicht fühlt es sich an, als wäre das alles schon ein paar Jahre her. Als wäre ich damals 17 oder 18 Jahre alt gewesen. 

 

Aber das Ganze hat sich erst Anfang letzten Jahres begonnen zu ändern.

Und da war ich 21!

 

Eigentlich  der Wahnsinn, was in dieser kurzen Zeit in meinem Kopf passiert ist! Irgendwie bin ich auch, rückblickend ziemlich stoz auf mich selber.

 

Ich möchte diesen Prozess gerne mit euch teilen und euch zeigen, dass nicht alles sofort perfekt sein muss. Beim Thema Minimalismus und Zero Waste gibt es kein perfekt!

Nutzt es als Inspiration oder Unterhaltung.

 

Vergesst nicht: Jeder noch so kleine Schritt ist von großer Bedeutung!

 

 

Wie alles begann...

Datum des ersten Eintrages zum Projekt Minimalismus in meinem Bullet Journal ist der 4. März 2017.

 

 

 

 

Ich habe begonnen, meine Ziele zu definieren. Ich habe mich damit auseinandergesetzt, wohin ich möchte.

 

Ich habe mir größere Ziele gesetzt und auch viele kleine Ziele.

Ich habe meinen Fokus auf die positiven Dinge gelegt, die ich erreichen möchte und nicht auf die Dinge, die im Moment (noch) nicht so gut klappen.

 

Manche dieser Ziele habe ich erreicht.

Einige verfolge ich immer noch.

Manche habe ich erweitert.

Meine ersten Schritte

Ich habe damit begonnen, meine ganzen Badezimmerschränke auszuräumen. Gleichzeitig habe ich leere oder abgelaufenen Produkte aussortiert.

 

 

 

 

 

An Tag 1 wurde in meinem Bullet Journal dokumentiert:

 

  • aktueller Bestand

 

  • Ziele (hier wurden immer nur kleine Ziele gesetzt, die in den nächsten Wochen schon zu erreichen waren)

 

  • Was behalte ich

Im weiteren Verauf wurden dann immer dokumentiert:

 

  • Fortschritte (also erreicht Ziele)
  • Gekauft (um mein Konsumverhalten in den Griff zu bekommen)
  • Ziele (kleine Zwischenziele, um die Motivation nicht zu verlieren)

Fortschritte

Es ist spannend, wie sich meine Ziele verändert haben. Am Anfang wollte ich  nur die Produktanzahl minimieren und wenn man sich Tag 106 oder Tag 135 ansieht, merkt man, dass sich das Thema Minimalismus im Bad immer mehr in die Schiene Zero Waste bewegt hat....und das ist in 4 Monaten passiert!

Faszinierend!

Früher vs. Heute

Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung. Es hat sich in so kurzer Zeit enorm viel verändert. Ich bin sehr froh, dass ich diesen Weg gewählt habe.

 

Ich lebe mein Leben viel bewusster.

Ich hinterfrage so viel mehr.

Ich bin viel dankbarer für alles. 

 

Am Ziel bin ich aber immer noch nicht bzw. werde ich auch niemals am Ziel sein. Den bei diesem Thema gilt - der Weg ist das Ziel!

 

Egal wo man steht, es gibt immer Dinge die man verändern und optimieren kann. Man lernt niemals aus, egal wo im Leben man gerade steht und dass ist auch gut so!

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Sonja (Mittwoch, 21 November 2018 12:42)

    Super machst du das wirklich !!!
    Bin auch sehr sparsam in meinem Konsumverhalten geworden. Zum Beispiel brauch ich für meinen ganzen Körper von oben bis unten nur noch Alepposeife. Durch meine 8-jährige vegane Rohkost brauche ich auch keine Deo mehr, im Hochsommer vielleicht ein bisschen Zitronensaft. Ich verwende diese Seife auch zum Putzen meiner Badewanne und dem Waschbecken.