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Vom Tannenbaum zur Silvesterparty?!

Irgendwie ist es doch jedes Jahr das gleiche. Man bereitet sich die ganze Adventzeit über auf Weihnachten vor und dann ist er endlich da, der 24. Dezember. Die Tage nach Heilig Abend, werden bei der Familie verbracht.

Dann kommt man, nachdem alle Familienbesuche erledigt sind, nach Hause.

Man ist erschöpft und möchte am liebsten tagelang nichts mehr essen, weil man vollkommen übersättigt ist. Doch dann plötzlich der Gedankenblitz. Silvester steht vor der Tür. Und wieder beginnt alles von vorne. Wo und wie möchte ich feiern? Was soll auf den Tisch kommen? Feuerwerk - ja oder nein?!

 

Da bereitet man sich Wochenlang intensiv auf Weihnachen vor und hat dann oft das Gefühl, was Weihnachten am Silvesterabend vorbei ist. Aber so richtig genießen konnte man es nicht.

 

 

Wann ist Weihnachten wirklich vorbei?

In meiner Familie war es immer üblich, den Christbaum, die Krippe und sonstige Weihnachtsdekoration /-Beleuchtung bis zum 2. Februar (Maria Lichtmess) zu genießen.

Doch irgendwie hat man in der schnelllebigen Gesellschaft das Gefühl, das allerspätestens am 6. Januar die Weihnachtszeit vorbei ist.

 

Als ich in der Schulzeit in den Weihnachtsferien Freunde zu besuch hatte, kamen oft Kommentare, warum den bei uns noch der Weihnachtsbaum steht, denn Weihnachten wäre doch schon längst vorbei. Da habe ich mich oft geschämt, warum wir diesen Brauch so strickt einhalten. Heuttzutage sehe ich das zum Glück etwas anders.

 

In einem Blogbeitrag, habe ich schon über die (sooo besinnliche und ruhige) Adventzeit bereichtet. Dann ist er endlich da, der 24. Dezember. Alle haben große Erwartungen an den heilig Abend, denn nach 4 Wochen Vorbereitungszeit kann er nur perfekt werden (oder man fällt todmüde von all dem Weihnachtsstress aufs Sofa - jeder wie er mag). Den 25. und 26. Dezember verbringt man meistens bei der Familie. Abends kommt man mit vollgestopften Bäuchen nach Hause. Oft wartet da noch das Chaos vom 24. Dezember. Aber heute nicht mehr, ich bin zu müde. Am 27. ist man damit beschäftigt, sich mal alle Geschenke in Ruhe anzusehen, Geschenkpapier zu falten und für das nächste Weihnachtsfest bereit zu legen (macht das sonst auch noch jemand?!), die Reste vom Weihnachtsessen zu verspeisen (schon wieder Essen) und die Wohnung aufzuräumen, in der scheinbar ein Weihnachtswirbelsturm gewütet hat.

 

So aber jetzt kann der gemütliche Teil beginnen - ab jetzt wird die Weihnachtszeit genossen!

Doch irgendwie fühlt es sich so gar nicht mehr nach Weihnachten an. Irgendwie ist dieser Zauber, der sich kurz vor dem 24. Dezember breit macht, weg......und, ach die Schreck! Silvester steht vor der Tür!!

Silvester - erzwungener Spaß?

Eigentlich hat man keine Lust und will nur mal zuhause bleiben und sich ausruhen, aber das kann man im neuen Jahr immer noch machen.

 

Und wieder beginnt der Spaß von vorne:

Wie möchte ich Silvester feiern?

Silvesterparty oder Zuhause mit Freunden?

Welches Essen kommt auf den Tisch?

Wo gibt es das schönste Feuerwerk zu sehe?

 

 

Und dieses Mal hat man gefühlt keine 4 Wochen mehr Zeit, um sich darauf vorzubereiten, sondern der Plan sollte innerhalb von 2 Tagen stehen. Dann rennt man wieder zu den anderen gestressten Menschen in den Supermarkt, die wieder einkaufen, als wäre eine akute Lebensmittelknappheit während der Weihnachtsfeiertage ausgebrochen (Ist doch auch tragisch, wenn man mal 2 Tage nicht einkaufen kann!!).

 

Und da ist auch schon der Silvesterabend. Alle haben Spaß und sind glücklich. Man hat das Gefühl, man ist der einzige Mensch, dem das alles zu viel ist. Eigentlich möchte man einfach nur mal einen Tag auf dem Sofa verbringen. Aber man macht trotzdem mit - lächeln aufgesetzt und auch so tun als hätte man den Spaß seines Lebens.

 

Neujahrstief

Endlich ist es da - das neue Jahr. Man ist müde, aber kein Wunder, den es war doch Silvester. Bestimmt habe ich noch einen Kater.

 

Doch gefühlt, dauert dieser Kater tagelang. Und das wars dann auch schon wieder mit den Feiertagen. Schule/Arbeit/... beginnt wieder. STOP! Ich bin noch nicht bereit! Ich möchte mich doch nur noch ein bisschen ausruhen.

 

Eigentlich ist es kein Wunder, wenn wir nicht frisch und top motiviert in das neue Jahr starten. Wie den auch?! Es fühlt sich so an als wären wir nur unterwegs gewesen und hätten 24/7 durchgehend gegessen. Dazwischen kurz geschlafen, aufgeräumt und alles für den nächsten "großen Tag" vorbereitet.

 

Warum das alles?

Klar, unsere Konsumgesellschaft freut sich, wenn die Menschen nach Weihnachten wieder losrennen und die Supermärkte leerkaufen.

 

Aber wollen wir wirklich so in das neue Jahr starten? Macht uns diese Schnelllebigkeit wirklich glücklich?

 

Vielleicht sollten wir alle ganz bewusst einen Schritt zurück machen und darauf hören, was wir wirklich brauchen.

 

Ich verbringe Silvester dieses Jahr zuhause. Statt Feuerwerk gibt es Wunderkerzen. Statt Silvesterparty gibts es Kuscheldecke und Filme.

 

Der Umwelt, den Tieren, dem Geldbeutel und natürlich mir zu Liebe! ♥

 

 

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